Kuijpers Autorecycling & Onderdelen
Ijzersterk in Recycling
Außenbereich im Bild: Kuijpers Metall- und Autorecycling
Wenn man von Deurne über die Liesselseweg nach Liessel fährt, sieht man auf der rechten Straßenseite das Metallrecyclingunternehmen Kuijpers. Wir haben uns einmal angesehen, was in diesem Familienunternehmen, das 1988 von Louis (69) und Mieke Kuijpers (66) gegründet wurde und heute 23 Mitarbeiter beschäftigt, so alles passiert. Obwohl Mieke und Louis noch immer im Unternehmen tätig sind, steht seit 2017 ihr Sohn Mark (43) an der Spitze des Unternehmens.
Als Louis noch als Fahrer bei einem Metallrecyclingunternehmen in Helmond arbeitete und sah, dass sein Chef einen Rolls Royce fuhr, dachte er: „Das will ich auch.“ Er wagte den Schritt und gründete an der Liesselseweg ein eigenes Unternehmen für Altmetall und Metalle. Mieke: „Die ersten zehn Jahre verliefen nicht gerade reibungslos.“ Nach dieser Anfangsphase kam Bewegung in die Angelegenheit und das Unternehmen wuchs langsam, aber stetig. Seit 2010 gibt es auch eine Niederlassung im limburgischen Beringe. In Beringe sind sie seit 2015 auch auf die Annahme, Demontage und den Verkauf von gebrauchten Autoteilen spezialisiert. Aber auch in Deurne können Autos abgegeben werden.
Familienunternehmen
Neben Mark, Louis und Mieke sind noch einige weitere Familienmitglieder im Unternehmen tätig. Robin (37), die Frau von Mark, seine beiden Schwestern Loes und Ellen sowie seine Schwägerin Cheran bilden das Herzstück des Unternehmens. Robin, Loes (45), Ellen (47) und Cheran (34) arbeiten im Büro. Neben ihnen sind noch 17 weitere Mitarbeiter beschäftigt, von Fahrern bis hin zu Kranführern.
Mark: „Es ist eine nette Truppe von Mädchen und Jungen.“ Mark ist seit 1989 im Unternehmen tätig und kennt es daher in- und auswendig. Mark und Robin, die im Februar nächsten Jahres seit 12 ½ Jahren verheiratet sind, haben vier Kinder. Cas ist 11, die Zwillinge Dex und Gus sind 10 und Jolie ist 9. Ob sie jemals etwas für das Unternehmen bedeuten werden? Das lässt sich noch nicht sagen.
Geschäftstätigkeit
Obwohl auch Privatpersonen ihr Altmetall bei Kuijpers abgeben können, sind vor allem Unternehmen Kunden. Von Montag bis Samstagvormittag herrscht an der Liesselseweg reges Treiben. Um sich ein Bild zu machen: Es werden acht Arten von Aluminium sortiert, ebenso wie Eisen (Ferro). Insgesamt handelt es sich um 42 verschiedene Metallarten.
Nach dem Sortieren und Wiegen wird der Wert bestimmt und die Kunden erhalten die entsprechende Vergütung. Kuijpers liefert das sortierte Metall an Schmelzwerke, darunter Tata Steel in IJmuiden. Das hochwertige Metall wird in den Niederlanden recycelt und in der Automobilindustrie verwendet. Pro Woche werden am Liesselseweg zwischen 500 und 600 Tonnen Metall verarbeitet.
Das minderwertige Metall, Schrott, wird in die Türkei transportiert. Dort wird es zu Baustahl eingeschmolzen. Jährlich finden Millionen Tonnen Schrott ihren Weg in die Türkei. Dieser Schrott wird per Schiff transportiert. Ein Schiff kann 45.000 Tonnen transportieren, es sind also sehr viele Schiffe erforderlich.
Nachhaltigkeit
Für Mark liegt der Fokus auf Nachhaltigkeit: „Die Zukunft muss grüner werden, und unser Unternehmen macht dabei mit.“ Mittlerweile sind bereits 800 Sonnenkollektoren auf den Dächern der Lagerhallen an beiden Standorten installiert. Es gibt eine elektrische Schere und auch der größte Umschlagkran ist elektrisch. Kürzlich wurde auch ein elektrischer Gabelstapler angeschafft. Durch Recycling werden in einem Jahr 50.000 Tonnen CO2 eingespart.
Nachhaltigkeit bedeutet jedoch auch neue Herausforderungen. Wenn man so viel wie möglich elektrifizieren will, muss man auch über die richtigen Einrichtungen verfügen. Das Unternehmen verfügt bereits über einen Transformator und einen Hochleistungsanschluss. Dennoch ist für die Energiewende mehr erforderlich, und das ist nicht so einfach. Mark: „Hierfür sind wir auf die Regierung angewiesen, die dies ermöglichen muss. Und das erweist sich als nicht so einfach.“
Zukunft
Nachhaltigkeit ist ein wichtiger Aktionspunkt. Um mit den Entwicklungen Schritt zu halten, ist ein eigener Schredder erforderlich. Die Pläne für den Bau eines Schredders liegen bereits vor, müssen jedoch noch weiter ausgearbeitet werden. Außerdem sind hierfür bestimmte Genehmigungen erforderlich. Der große Vorteil eines Schredders besteht darin, dass das Metall noch besser – reiner – an die Industrie geliefert werden kann. Damit überspringt man praktisch einen Zwischenschritt. Ein schöner Nebeneffekt von Metall ist, dass es unendlich oft wiederverwendet werden kann.
Ein besonderer Zweig der Recyclingbranche sind Fahrradbatterien. Diese Lithium-Ionen-Batterien sind extrem brandgefährlich. Wenn sie in Brand geraten, sind sie nicht zu löschen. Mark: „Auch darauf sind wir vorbereitet und haben unsere Maßnahmen getroffen.“
Wachstum
Da das Unternehmen weiterhin wächst, würde Mark am liebsten in das Industriegebiet umziehen. Mark: „Am derzeitigen Standort können wir nicht mehr expandieren. Das Problem ist jedoch, dass das Industriegebiet derzeit unter anderem aufgrund der Energieversorgung keine Option ist.“
Um ein gesundes Wachstum zu erzielen, ist es wichtig, die Entwicklungen genau zu verfolgen. Dazu gibt es natürlich Fachliteratur wie das Recycling-Magazin und die Schrootkrant. Und natürlich gibt es auch Branchenverbände wie MRF (Metaal Recycling Federatie) und ARN (Auto Recycling Nederland).
Kurz gesagt: Kuijpers Metaal en Autorecycling ist ein Unternehmen, das noch über ausreichende Möglichkeiten verfügt, um einen nachhaltigen Beitrag zur Wiederverwertung vieler Arten von Metallen und Autoteilen zu leisten.
Buitengebied in Beeld ist eine Initiative der Stichting Buitengebied Deurne (SBD), die Teil des Ondernemersfonds Deurne ist. Die Fotos zu diesem Artikel wurden von Hein van Bakel aufgenommen.